Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Mal unter uns… Gesundheit als Gesprächsstoff im Freundeskreis

Irgendwann landen die meisten Gespräche in vertrauter Runde beim Thema Gesundheit – im Freundes- und Bekanntenkreis, bei einem gemütlichen Essen, auf Partys. Immer auf der Suche nach neuen Kommunikationswegen, greift die LZG diese Gepflogenheit auf: Um direkt bei den Leuten daheim Gesundheitswissen niedrigschwellig und partizipativ zu vermitteln.

Mit sogenannten FamTischen ist das Büro für Suchtprävention ab 2005 „Zu Gast bei Familie…“. Die Idee: Gastgeberinnen und Gastgeber laden 6–8 Personen aus ihrem Bekanntenkreis zu sich nach Hause ein. Eine Moderatorin oder ein Moderator – geschult und begleitet von der LZG – ermutigt mit Hilfe eines kurzen Videos dazu, über das angesprochene Thema ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und so gemeinsam das Vertrauen in die eigene Erziehungskompetenz zu stärken. Vor allem die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen ist ein stets präsentes Thema.

Im Kreis der Eingeladenen finden sich meist neue Interessierte, die einen FamTisch bei sich veranstalten möchten – so verbreitet sich das Angebot im Schneeballsystem: Über 160 Mal kommen über mehrere Jahre hinweg Eltern ungezwungen zusammen, um sich unter fachlicher Begleitung über Erziehung, Rollenidentität und andere brennende Familienthemen auszutauschen.

Die vertrauliche Atmosphäre innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises im Sinne der Gesundheitsförderung nutzen – das ist auch Ziel der Gesundheitspartys, die sich 2013 bis Anfang 2015 an Menschen mit Migrationsgeschichte wenden. Das Prinzip ist ähnlich: Eine Gastgeberin oder ein Gastgeber lädt zu einem geselligen Ereignis ein, bei dem eine gemeinsame Aktivität mit informativen Elementen kombiniert wird. Themenschwerpunkte sind Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung. Zu einer Einladung zum gemeinsamen Kochen landestypischer Gerichte beispielsweise gehört, dass die Gäste zwischen Kochtopf und Dessertteller Wissenswertes über fettarmes Braten, vitaminschonendes Dünsten oder die Vorzüge einer ballaststoffreichen Kost erfahren.

©SurprisingShots/pixabay

Organisiert und begleitet werden die Events von Gesundheitsmediatorinnen und -mediatoren mit Migrationshintergrund. Sie werden von der LZG extra geschult. Ihre Aufgabe ist es, ihr Lebensumfeld für Gesundheitsthemen zu sensibilisieren und ihr erworbenes Wissen unter Migrantinnen und Migranten weiterzugeben. Rund 30 Gesundheitspartys finden unter ihrer Anleitung in verschiedenen Regionen statt.

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