Mein Auto hat Krebs
Wie bitte? Dabei bringe ich es doch regelmäßig zum TÜV! Die Gedanken, die die LZG Männern in einem augenzwinkernden Kinospot zuschreibt, haben einen ernsten Hintergrund. Viele Männer, so die Diagnose 2007, sorgen sich mehr um ihr Auto als um ihre eigene Gesundheit. Während das Auto gehegt und gepflegt wird, gerät der eigene Gesundheits-TÜV häufig in Vergessenheit. Nur etwa 15 Prozent der Männer, im Vergleich zu 40 Prozent der Frauen, nehmen damals die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahr.
Um gegenzusteuern, hebt die LZG das Projekt Männer-Checkup aus der Taufe, das bis 2009 läuft. Ziel ist, Männer für ihre Gesundheit zu sensibilisieren und das Thema Vorsorge stärker in ihrem Bewusstsein zu verankern. Im Mittelpunkt steht zunächst die Prostatakrebsvorsorge, denn diese weit verbreitete Erkrankung ist im Frühstadium gut behandelbar. In den nächsten Jahren kommen weitere, bei Männern weit verbreitete Krankheiten dazu: Darm- und Hautkrebs, Diabetes und Herzinfarkt.
Angesprochen werden die Männer da, wo sie ihr Auto regelmäßig auf Herz und Nieren untersuchen lassen: bei den TÜV-Prüfstellen. Während des Fahrzeug-Checkups informieren eine Woche lang Ärztinnen und Ärzte über Gesundheitsrisiken und Vorsorgeuntersuchungen, machen Diabetes-Tests und Blutdruckmessungen und beantworten Fragen. Die Beratungswochen an mehreren Standorten in Rheinland-Pfalz werden ab 2008 ergänzt durch Vorträge, Infoveranstaltungen und eine eigene Website.
Wer sich nicht von selbst zur Vorsorgeuntersuchung traut, wird dezent und humorvoll dazu aufgefordert: Im Halbdunkel von Kinosälen nimmt ein Werbespot unter dem Titel „Mein Auto hat Krebs“ die Sorge von Männern um ihr Lieblingsspielzeug aufs Korn und endet mit dem Appell: „Behandeln Sie Ihren Körper nicht schlechter als Ihr Auto“. Sieht ja keiner, wenn sich Männer dabei an die eigene Nase fassen…